Inspiration

Der Blick aus dem Fenster lässt die immer selben Silhouetten erkennen, auch wenn der Sonnenuntergang wieder einmal zauberhafte Farben an den Himmel malt und irgendwo zwischen beruflichem Stress und Faulheit verliert sich dabei schnell die Motivation. Wenn der Urlaub vorbei ist und man glaubt die schönen Kulissen mit ihm hinter sich gelassen zu haben muss man sich manchmal regelrecht zwingen die müden Beine wieder vor die Tür zu schleifen um die Kamera ein wenig auszuführen.

 

Ich erwische mich immer wieder dabei wie ich mich faul aufs Sofa haue und mir selbst die Begründung für meine Lustlosigkeit zu fotografieren predige "Es gibt doch im Umkreis eh nichts mehr, das es lohnt zu fotografieren" oder "Das wurde doch schon tausend Mal fotografiert und außerdem kann es eh nicht mit dem Bild vom Grand Canyon aus meinem Internetforum mithalten........"

Ich denke es gibt nur wenige Menschen, die es schaffen sich immer wieder neu zu motivieren, raus zu gehen ganz ungewiss der eventuellen Bilder und ich beneide sie. Dabei ist es manchmal ganz einfach. Aus meinen Workshops nehme ich immer wieder auch selber tolle Ansätze mit für mich und versuche diese eventuell selbst auszuprobieren. So bin ich zum Beispiel jedes Mal davon begeistert wie die Teilnehmer an mit Freude an einer von mir gestellten Aufgabe arbeiten und auf einmal mit riesigem Enthusiasmus einen vollgesabberten Tennisball am Rand einer Hundewiese fotografieren.

 

Ich habe vor wenigen Tagen dazu ein Video entdeckt, welches mir ganz deutlich vor Augen geführt hat das man sich manchmal einfach nur umdrehen braucht oder sich selbst ganz bewusst geschränkt um eine fotografische Herausforderung zu meistern. Auf einmal steht der kreative Prozess vielmehr im Vordergrund als das Motiv. Ganz getreu dem Motto was ich den Teilnehmern in meinen Workshops immer nenne: Was zeichnet das Objekt / die Person / die Landschaft / das Tier etc aus und wie kann ich diese Eigenschaft fotografisch festhalten und betonen.

 

Simon Baxtor zum Beispiel ist seit Jahren ein erfolgreicher Fotograf und erst kürzlich hat zum ersten Mal einen Fotostreifzug in direkter Umgebung seines Wohnhauses gemacht und sich dabei auf eine Festbrennweite beschränkt. Die Bilder sind sehr Intim und ganz anders als die atemberaubenden Landschaften, die er sonst fotografiert. Es ist schön zu sehen das es auch professionellen so geht und sie manchmal einen Gang zurückschalten müssen um neue Wege zu entdecken. 

 

Für alle die der englischen Sprache mächtig sind hier das Video dazu und damit einen guten start in die Woche!

 

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