Ostsee, Fotobuch und neues Equipment

Lange ist der letzte Eintrag jetzt schon her aber es ist einiges passiert und ich habe so viel um die Ohren, dass ich die wenige Zeit die verbleibt oft anders nutze. Dabei hat zumindest meine fotografische Wunschliste in den letzten Wochen um ein riesiges zugenommen. Mit der offiziellen Vorstellung der Nikon D850 wirft Nikon seit Jahren zum ersten Mal wieder eine Kamera der Extraklasse auf den Markt. Hält sie tatsächlich alles, was die technischen Daten versprechen dann erwartet uns eine Kamera der Superlative. Wenn da nicht die wie eine Wand stehenden 3800€ wären, würde ich wohl alles in Bewegung setzen sie sobald wie möglich mein Eigen nennen zu können. Für alle die an meiner Begeisterung teil haben wollen hier mal ein Link zu einem sehr schönem (leider englischem) Vorstellungs-Video:

Fotografisch war ich aber natürlich trotzdem nicht untätig in den vergangenen Wochen. Als erstes sei an dieser Stelle der erste Workshop zum Thema Landschaftsfotografie in Ravensburg genannt. Wir waren wirklich eine tolle Truppe und ich hatte viel Spaß mit allen Teilnehmern. Zwei drei Bilder die dabei entstanden sind konnte ich schon bewundern und bin echt stolz auf die Ergebnisse. Es macht einfach immer wieder richtig Spaß mit Gleichgesinnten aufzubrechen und nach Motiven zu suchen. Ich selbst hab natürlich in Vorbereitung auf den Workshop auch ein wenig gescoutet, ein Ergebnis ist zum Beispiel hier:

Kurz nach dem Workshop hab ich dann auch mal wieder die Gelegenheit gehabt ein wenig wertvolle Zeit mit meiner Freundin und Familie zu verbringen. Gemeinsam haben wir wunderschöne Tage an der Ostsee nahe Rerik verbracht. Vor Ort haben wir einige der schönsten Sonnenuntergänge die das Jahr bisher bereit gehalten hat erlebt. Die Wolken und Farben waren einfach genial, auch wenn es durch einen völligen Anfängerfehler meinerseits fast komplett verloren gegangen wäre. (Speicherkarte einsetzten....hust..hust!)

 

Trotz des Missgeschicks sind mir doch einige schöne Aufnahmen der unglaublichen Farben am Himmel gelungen. Fall Ihr noch nicht an der Ostsee gewesen seid helfen euch vielleicht ein paar Bilder die Entscheidung sie zu besuchen zu fällen:

 Beide Bilder habe ich mit meiner Fuji und meinen geliebten Manfrotto 190go aufgenommen unter Zuhilfenahme von Grauverlaufsfiltern. Auch wenn es vielleicht so aussieht, die Farben der Bilder habe ich im nachhinein nicht bearbeitet, es war tatsächlich so magisch.


In den letzten Wochen habe ich darüberhinaus eine Möglichkeit genutzt, das Fotobuch meines präferierten Anbieters für Fine Art Prints zu testen. Die Rede ist von Saal-Digital, ein Anbieter für alle Arten von Druckwaren. Ich habe in der Vergangenheit schon die Dienste genutzt um Prints meiner Bilder auf Hahnemühle Papier machen zu lassen und war schon da begeistert vom Preis-Leistungsverhältnis. Die Möglichkeit akkurate Farbprofile zu benutzen ist einfach fantastisch um das bestmögliche Ergebnis zu bekommen. 

Nun hatte ich die Chance mit meinen Bildern aus dem letzten Urlaub ein Fotobuch zu gestalten und ich muss sagen ich war bisher kein Fan davon, weil die Qualität oftmals zu wünschen übrig lässt. Dieses Mal war ich jedoch sehr positiv überrascht. Das Fotobuch ist sehr ordentlich verklebt und auch wenn ich die günstigste Papier-Variante gewählt habe ist das Druckergebnis äußerst ansprechend. Die Farben sind akkurat und haben Leuchtkraft ohne künstlich zu wirken und das matte Finish der Oberfläche ist wirklich resistent gegenüber Fingerabdrücken. Zudem musste ich feststellen, dass meine Bedenken wegen dem Barcode auf der Rückseite völlig unbegründet waren, der Code ist angenehm klein und unauffällig und lenkt wirklich nicht von der Gestaltung des Buchs ab. 

Ich bin nun tatsächlich geneigt dazu meine zukünftigen Urlaube / Ausflüge im Nachhinein in einem Fotobuch festzuhalten. Falls ihr euch das ganze mal anschauen wollt findet ihr den Service hier: http://www.saal-digital.de/


Zuletzt möchte ich euch noch das neuste Mitglied meines Foto-Rucksacks vorstellen, da ich wirklich begeistert bin. Viele Kunden und Teilnehmer der Workshops fragen mich nach diversem Equipment und Zubehör das ich benutze oder empfehle. Nicht selten schluckt der Fragende wenn es dann zum Preis für das avisierte Objekt der Begierde kommt. Mir geht es da auch oft ähnlich, aber manchmal findet man tatsächlich auch mal ein "Schnäppchen". Die Anführungszeichen werden sich sicherlich im Laufe der Erläuterung noch klären.

 

Es handelt sich bei meinem neuen Spielzeug um einen Stativkopf, ein Kugelkopf um genau zu sein. Ähnlich wie beim Stativ bevorzuge ich auch hier eine solide und stabile Lösung und nehme lieber das Zusatzgewicht in Kauf, die Stabilität und Bedienung zahlt für mich die Größe vollkommen zurück. Ich sehe solche Anschaffungen auch oft vor dem Hintergrund, dass ich dieses spezielle Teil meiner Ausrüstung wohl nie wieder austauschen muss. 

 

In den letzten Monaten habe ich immer wieder gerne über den großen Teich geschielt und mit dem Gedanken jongliert wie ich es anstellen könnte mir einen Kugelkopf der Marke "Really Right Stuff" zu leisten. Meine bevorzugte Kombination des Kopfes brachte es immerhin auf über 600$ und das wäre definitiv ein zu großes Loch für meinen Geldbeutel geworden. Also habe ich nach Alternativen gesucht und bin ganz zufällig fündig geworden und zwar für ein drittel des Preises. Ein "Schnäppchen" ist das wohl für die meisten immer noch nicht, jedoch werden Freunde von hochwertigem Equipment meine Begeisterung teilen können. Ich habe bei einem Importeur den Kugelkopf "Leofoto LH-55" gefunden, ein nahezu perfekter Nachbau des "Really Right Stuff" - Originals. Der Kopf ist ein wuchtiges Stück Aluminium und läuft wirklich wie Butter. Eine kleine Systemkamera sieht fast schon lächerlich verloren aus auf dem Kopf, lässt sich aber auch präzise wie nie zuvor bewegen. Der Horizont wackelt nicht ein tausendstel Millimeter wenn man den Kopf feststellt und das Schwenken ist so butterweich......ein Traum. Ich freue mich nun schon den Kopf demnächst im Feld auf die Probe zu stellen. Und hier ist das 900 Gramm schwere Ungetüm.

 

Die Drehknöpfe sind schön groß, sodass man sie auch im Winter mit Handschuhen sicher bedienen kann. Die Friktions-Kontrolle lässt sich super präzise auf das Gewicht der Kamera einstellen und verhindert jegliches Absacken wenn der Haupt-Knauf gelöst wird und wer weiß wer weiß......vielleicht kann ich mir irgendwann eine Nikon D850 leisten und dann habe ich bereits den perfekten Stativkopf für die Kamera.

 

Bis dahin, frohes Fotografieren und gute Bilder euch!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0