Neue Kamera, neues Stativ, eine Hochzeit, ein eigener Podcast und zu wenig Zeit

Lang lang ist es her und dabei wollte ich doch eigentlich so regelmäßig wie möglich all meine sozialen Kanäle mit Inhalt füllen. Aber fangen wir ganz von vorne an denn es ist ja nicht so als sei die Zeit einfach spurlos an mir vorbei gezogen. Wie der ein oder andere vielleicht weiß mache ich ja zurzeit noch auf dem zweiten Bildungsweg eine weitere Ausbildung neben meinem Studium. Diese ist nun schon bald zu 70% beendet aber trotzdem macht sie es einem manchmal nicht leicht die Zeit so einzuteilen, wie man es gerne möchte. Darüberhinaus möchte ich ja auch möglichst viel zeit mit meiner wunderbaren Partnerin verbringen, die mir zwar auch jede Minute für mein Hobby einräumt, aber ich natürlich auch jede gemeinsame Minute nutzen möchte. Daher haben wir uns auch fest vorgenommen wieder mehr zu unternehmen und Zeit zu teilen. Die Fotografie wird, wenn auch an zweiter Stelle, sicher trotzdem nicht kürzer kommen als bisher.

 

Fotografisch habe ich in den letzten Wochen weniger gearbeitet aber dafür hatte ich im Mai die Chance zum ersten Mal eine Hochzeit zu begleiten. Der Gedanke war mir anfangs eigentlich sehr angenehm und ich habe mich nicht viel davon beunruhigen lassen aber je näher der Termin gerückt war, desto mehr stieg die Anspannung. Ein befreundetes Paar bat mich darum ihre Hochzeitsfeier zu dokumentieren und überließ mir dabei freie Hand. Erst in den Tagen unmittelbar vor dem großen Ereignis wurde mir die Verantwortung der Aufgabe bewusst. Momente die unwiederbringlich vergehen in einem Foto festzuhalten ist eine Aufgabe, die mich auch während der Feier nie in Ruhe gelassen hat. Gemeinsam mit allen geladenen Gästen haben wir einen wunderschönen Nachmittag und Abend verbracht in dem in Anspannung dann langsam von mir abgefallen ist.


Auch wenn sich mein Equipment nach der Hochzeit drastisch verändert hat möchte ich an dieser Stelle einmal die Vorzüge der kleinen Fujifilm-Ausrüstung für diesen Anlass ansprechen. Viele Betrachter sind im ersten Moment sehr verwundert über den Anblick einer solch kleinen Systemkamera vor dem Hintergrund einer kompletten Hochzeitsreportage aber ich denke die Bilder, die während des Abends entstanden sind sprechen eigentlich für sich. Die Zeiten von riesigen Kameras mit ewig langen Objektiven sind längst gezählt wenn es um die reine Qualität der Bilder geht. Vielmehr ist das Potenzial der spiegellosen Systeme in den vergangenen Jahren so stark gewachsen, das man ohne Zuhilfenahme von PC oder Mac keinen Unterschied in der reinen Abbildungsqualität erkennen kann. Ich möchte nicht bestreiten das ein sehr geschultes Auge einen Unterschied ausmachen kann, allerdings bewegen wir uns dabei meist auf einem Niveau, das auf normalen Medien in normaler Größe nicht als Mangel ausgelegt werden kann.

 

Als Beispiel verweise ich an dieser Stelle auf das Bild ganz am Anfang dieses Beitrags. Dieses Bild habe ich mit einem ISO Wert von 3200 und der kleinen Fujifilm X-T20 aufgenommen um es aus der Hand fotografieren zu können. Bis vor einigen Jahren wäre eine Aufnahme in solcher Qualität bei dieser ISO-Empfindlichkeit nicht mehr als ein Piktogramm geworden. Nun Frage ich mich ernsthaft ob ich allein für den Look nicht noch ein wenig künstliches Rauschen hinzugeben soll. Klar gebe ich zu, das dieses Modell jetzt auch nicht direkt aus dem Einsteigerbereich kommt, allerdings sind wir noch weit von dem entfernt was eine professionelle High-End-Kamera finanziell aufruft. Um meinen Punkt zu untermauern hier noch ein Schnappschuss mit ISO 6400:

Die kleine Ausrüstung inklusive drei Objektiven hat ganz gemütlich in die rotierende Hüfttasche meines Mindshift-Rucksacks gepasst, die ich mir kurzerhand einfach umgeschnallt hatte. Das schönste Kompliment am Ende der Veranstaltung war, dass man mich gar nicht bemerkt hätte während des Abends. So konnte ich viele schöne Momente festhalten ohne das die Gäste sich durch meine Kamera gestört fühlten. Mein persönliches Fazit fällt bis auf einen Aspekt daher auch durchweg positiv aus, denn auch das Brautpaar ist wohl zufrieden mit den Bildern. Einziger Wermutstropfen nach der Hochzeit war ein schmerzender Rücken durch die dauerhafte Belastung über viele Stunden. Eine Hüfttasche ist wohl einfach nicht das richtige Werkzeug für solch einen Einsatz. Alles in allem jedoch ein toller Abend mit vielen schönen Momenten und einigen davon auch für immer verewigt durch die kleine aber hochwertige Systemkamera.


Drei neue Beine

Kurz nachdem die Anstrengungen der Hochzeitsreportage vergangen waren konnte ich mich über einen neuen Zuwachs meine Fotoausrüstung freuen. Wer wie ich am liebsten Landschaften digital bannt, oder auch Nachts den Verschluss mal länger offen hält, der weiß wie wichtig ein gutes Stativ ist für ein gelungenes Bild. Ich habe im Juni endlich eines gefunden, was all meine Ansprüche ohne Kompromisse erfüllt. Möglichst leicht sollte es sein, flach auf den Boden, aber auch in luftige Höhen muss es kommen. Dazu sollte das Maß in zusammengelegter Form klein genug sein um sich an meinen Fotorucksack gut anzuschmiegen. Die Wahl ist auf einen deutschen Hersteller gefallen, der ganz in unserer Nähe sein Werk seit vielen Jahren erfolgreich betreibt. Die Rede ist von Novoflex aus Memmingen. 

 

Das Triopod-System mit seiner Vielzahl an möglichen Kombinationen ist der perfekte Unterbau für jeden Landschaftsfotografen. In Meinem Fall ist es das TRIOC2840 im Set mit den kleinen Beinen für die Makrofotografie geworden. Diese tolle Kombination ermöglich mir nur im Bereich zwischen direkt auf dem Boden bis hin zu 175cm (Sucherhöhe) flexibel zu agieren. Die fehlende Mittelsäule ermöglicht es mit zudem das Stativ unglaublich klein zusammen zu legen. Gepaart mit dem geringen Gewicht von 1900 Gramm mit Kugelkopf ist dies nun meine auserkorene Kombination für alle fotografischen Aufgaben. Natürlich lässt sich aus dem flexiblem System auch ein stattliches Einbeinstativ basteln. Sobald das Stativ seinen ersten Härtetest hinter sich hat werde ich meine Erfahrungen an dieser Stelle nochmals ausführlicher teilen. Für alle die Ihre Ausrüstung noch um hochwertiges Equipment Made in Germany ergänzen wollen hier noch einmal der direkte Link: www.novoflex.de


Instagram, Blog, Youtube und jetzt auch noch einen Podcast

Eine weiteres Projekt, dass mich in den letzten Wochen Zeit gekostet hat ist die Produktion eines eigenen Podcasts in Zusammenarbeit mit meiner fabelhaften Lebensgefährtin und einer gemeinsamen Freundin. Was uns drei verbindet ist die Liebe zu Videospielen, Filmen, Serien und allem was das Nerd-Herz begehrt. Die inzwischen ersten drei Episoden sind mittlerweile frei abrufbar für jeden der gerne etwas Unterhaltung nebenher genießt. Hierfür sucht ihr in der Podcast-App eurer Wahl einfach nach "8 Bit Generation" und schon könnt ihr unsere Stimmen verfolgen während wir über alles reden was uns zu selbstbestimmten Themen einfällt. Wir freuen uns über jede Form von Feedback und vielleicht entfachen wir mit unseren lockeren Gesprächsrunden auch euer Feuer für das ein oder andere Schmankerl.

 

Wer keinen blassen Schimmer hat wovon ich in den letzten Zeilen geredet habe der möge doch einfach unter folgendem Link mal reinhören: 8 Bit Generation Podcast


Das wichtigste zum Schluss

Lange hatte ich einen Traum und endlich konnte ich ihn mir erfüllen, nicht desto letzt durch die Unterstützung von Seitens der Arbeit und meiner Freundin, die sich einfach so wunderbar mit mit gemeinsam freuen kann. Welcher Fotograf träumt nicht immer einmal wieder von einer neuen Kamera und kaum ein Traum ist größer als der, der ersten eigenen Vollformat-Kamera. Klar habe ich solche Apparate schon einmal fotografiert, selber besessen habe ich jedoch noch nie eine. Nun endlich seit einer Woche kann ich mich Besitzer einer genialen Kamera nennen. Das neue Prunkstück in meinem Rucksack stammt diesmal nicht aus dem Hause Fujifilm, sondern kommt aus dem Hause Sony, genauer gesagt die Alpha 7 III.

 

Im ewigen Streit um die besten Kameras fallen immer wieder andere Meinungen aber ich habe mit genau diesem Modell das gefunden, was ich schon seit langer Zeit haben wollte. Die ersten Test waren sehr vielversprechend und ich freue mich schon auf die ersten größeren Ausflüge mit der Kamera im Gepäck. Bis dato kann ich noch nicht viel ins Detail gehen aber gerade im Zusammenspiel mit dem Zeiss 16-35mm Weitwinkel-Objektiv bin ich schwer begeistert von der Leistung dieser wahnsinnigen Kamera. Sobald ich die ersten vorzeigbaren Ergebnisse im Kasten habe werde ich mich an dieser Stelle wieder zu Wort melden aber bis dahin wünsche ich euch erst einmal tolle Bilder und Vielleicht teilt Ihr eure Erfahrungen in den Kommentaren mit mir.

 

Gruß Florian  

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